Polarural

Erstmals hörte ich von diesem Mineralvorkommen im Jahr 1995 und ich konnte einige sehr interessante Mineralstufen, vor allem Rauchquarze auch in Form von Gwindeln und Axinit anlässlich der Mineralientage München 1996, erwerben.

 

Diese wurden mir von Dr. Evgeny Burlakov, Mineraloge aus Jekaterinenburg angeboten und es entwickelte sich im Laufe der Jahre eine sehr gute Freundschaft.

 

Mein Traum war es, diese Lagerstätten einmal selbst besuchen zu können und habe ich dieses Vorhaben gemeinsam mit meiner Frau Brunhilde und Herrn Dr. Evgeny Burlakov im Sommer 2006 verwirklichen können.

 

Die Reise dorthin war sehr abenteuerlich, aber auch anstrengend und haben wir von Österreich aus insgesamt 5 Tage gebraucht um dorthin zu gelangen.

 

Die Lagerstätten Puiva und Dodo werden / wurden seit dem Jahr 1936 im Untertagebau betrieben und hat man Quarzkristalle zu militärischen Zwecken abgebaut um Piezo-Quarze zu gewinnen.

 

Die Klüfte, die man dort geöffnet hatte, waren riesengroß und variierten von 1 Meter bis zu 40 Metern in der Länge und erreichten bis zu 16 Metern Höhe! Zu den „kleinen“ kristallführenden Hohlräumen zählten solche, mit weniger als 5 Tonnen, mittelgroße enthielten 5 bis 20 Tonnen, große 20 bis 50 Tonnen Kristalle!!. Einzelkristalle erreichten mitunter ein Gewicht von bis zu 1 Tonne und Kristallgruppen bis zu 7 Tonnen.

 

Der Abbau in Puiva wurde mittlerweile stillgelegt und war es für uns im Jahre 2006 die letzte Möglichkeit um dorthin zu reisen.

 

Die Mineralvorkommen von Puiva und Dodo erlangten Weltruf durch die hochwertige Qualität von Rauchquarzen und Bergkristallen, auch in Form von Gwindeln, sowie den weltbesten gefundenen Axiniten mit Kantenlängen von 10 cm und mehr. Bekannt sind aber auch Apatit, Sphen, Calcit, Anatas, Brookit, Hämatit, Adular, Rutil und andere Kluftmineralien.

 

Die großen Funde wurden allerdings schon vor langer Zeit getätigt und war uns auch klar, das wir nicht mit Tonnen von Kristallen nach Österreich heimkehren würden. Dies war auch nicht unser Bestreben, sondern wir wollten dieses Gebiet mit einem außergewöhnlichen Menschen und Freund, wie Herr Dr. Evgeny Burlakov es ist zu besuchen.

 

Mein besonderer Dank gilt diesem Freund, der diese Reise dorthin ermöglichte und auch meiner Frau Brunhilde, die sich nicht scheute, dieses Abenteuer mit Entbehrungen und teilweise auch mit nicht so geringem Risiko mitzumachen.

 

(Bericht von: Walter Sand)

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